Ein zuckerfreies Leben?

Erschienen in sein.de, 03/2014:      

Schluss mit der Zuckersucht

Kennen Sie das? Sie können nicht von der Schokolade lassen — die Tafel wird minutenschnell bis zum letzten Stück verputzt. Und irgendwie haben sie danach immer noch nicht genug. Zuckersucht nennt die Wissenschaft diesen ungebremsten Drang nach Süßem, der oft in Krankheit und Übergewicht mündet und normalerweise schwer behandelbar ist. Normalerweise. Der israelische Heiler Amir Weiss hat eine Methode entwickelt, die Suchtinformationen aus der Aura zu löschen, was zu einem sofortigen Desinteresse an der „Droge“ führt.

Zuckersucht ist ein Wort, das in den letzten Jahren immer mehr ins öffentliche Bewusstsein rückt. Dass Zucker nicht besonders gesund ist, weiß jedes Kind. Und doch ist seit rund drei Jahren eine überraschende Veränderung in den Medien zu beobachten, wenn es um das Thema Zucker geht. Auf einmal ist in den Titelgeschichten großer deutscher Magazine die Rede von der „Droge Zucker“ (Der Spiegel), der „Volksdroge Zucker“ (Stern), dem „Sprengstoff Zucker“ (Brigitte) oder einer „Zeitbombe“ (ndr). Hunderte von Studien befassen sich mittlerweile mit dem Thema, und was sich dabei zeigt, ist zum Teil sehr erschreckend. Sowohl das Ausmaß der Zuckersucht in der Gesellschaft als auch die körperlichen Auswirkungen sind viel tiefgreifender als bisher von der Allgemeinheit wahrgenommen — und das wird in dieser spannenden Zeit des Wandels, in der wir leben, immer transparenter.

Noch nie in der Geschichte der Menschheit war der Pro-Kopf-Verbrauch von raffiniertem Zucker so hoch; die Deut¬schen nehmen mittlerweile im Schnitt 36 kg pro Jahr zu sich. Um sich bewusst zu machen, was das heißt: Ein Stückchen Würfelzucker wiegt zirka drei Gramm, somit nimmt ein Deutscher im Jahr 12.000, in Worten ZWÖLFTAUSEND Stückchen Würfelzucker zu sich. Die Zahl erscheint Ihnen unrealistisch hoch? Nun, auf 365 Tage des Jahres gerechnet macht das einen täglichen Konsum von 33 Stück Würfelzucker. Sie würden wahrscheinlich jemanden, der Ihnen 33 Stück Zucker zum Essen anbietet, für verrückt erklären, vielleicht sogar fragen: „Willst du mich vergiften?“ Und trotzdem, 33 Stückchen Würfelzucker sind ganz schnell im Körper. Überlegen Sie selbst: Eine Dose Cola (0,33 Liter) beinhaltet bereits zwölf Stückchen Würfelzucker, anschließend zwei Riegel lila Vollmilchschokolade wären weitere sechs Stück Würfelzucker, der Schuss Tomatenketchup auf die Nudeln bedeutet drei weitere Stückchen, dann noch das Stück Kuchen, weil die Arbeitskollegin doch heute Geburtstag hat, und der leckere Cappuccino, fertig aus der Tüte ins Glas, der kann ja nicht schaden. Machen Sie sich bewusst: Auch Sie schaffen es ganz locker jeden Tag, so viel Zucker zu konsumieren. Nur ist das nicht so offensichtlich, denn der Zucker bietet sich ja nicht in Form von Würfelzucker an, sondern versteckt sich in der Mehrzahl der Lebensmittel, die heute in einem Supermarkt erhältlich sind.

Zucker beschleunigt den Alterungsprozess

Die Industrie verwendet ihn zudem in immer mehr Produkten als preiswerten Füllstoff und als Geschmacksverstärker, so dass Zucker, ohne dass es explizit auf der Packung steht, nahezu mit allen Lebensmittel-Produkten auf Ihrem Teller landet.

Der hohe Verzehr von raffiniertem Zucker kann unter anderem zu Müdigkeit, Depressionen, Antriebs-schwäche, Konzentrationsmangel und Reizbarkeit führen und längerfristig gesehen sogar noch massivere Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Professor Robert Lustig von der University of California in San Francisco bezeichnet ihn sogar als Gift und meint, dass 25 Prozent aller nicht ansteckenden Krankheiten auf Zucker zurückzuführen sind. Zum Beispiel werden der Alterungsprozess beschleunigt, Übergewicht gefördert und Herz- und Kreislaufkrankheiten begünstigt. Der Insulinhaushalt gerät durcheinander und kann zu Diabetes Typ 2 führen. Die Verbreitung der auch Altersdiabetes genannten Krankheit nimmt mittlerweile fast epidemische Ausmaße an — immer mehr junge Menschen und sogar Kinder sind inzwischen betroffen.

Auch Tumore lieben Zucker. An der Harvard University in Boston werden seit vielen Jahren Zusammenhänge zwischen der Entstehung von Krebs und Zucker untersucht; Professor Lewis Cantley geht davon aus, dass hoher Zuckerkonsum viele Krebszellen überhaupt erst entstehen lässt.

Ein zuckerfreies Leben? Panik!

Trotz dieses langsam immer mehr an die Öffentlichkeit dringenden Wissens um die Schädlichkeit ist es für viele Menschen sehr schwer, ihren hohen Süßigkeitenverzehr wesentlich zu reduzieren oder einzustellen. Der Gedanke an ein zuckerfreies Leben löst bei vielen regelrecht Panik aus, und spätestens dann wird klar, wie sehr die innere Selbstbestimmung verloren gegangen und einer Abhängigkeit gewichen ist.

Zu den offensichtlicheren Faktoren, die eine Zuckersucht begünstigen oder fördern können, gehört zum einen die frühe Gewöhnung, die uns schon von Kindesbeinen an Zucker als etwas Wunderbares erleben lässt. In besonderen Situationen, wie zum Beispiel Geburtstagen und Weihnachten, aber auch als Trost und Belohnung werden reichlich Süßigkeiten verteilt und so eine dauerhafte Prägung geschaffen. Auch im Erwachsenenalter bleibt Zucker meist mit Gefühlen von Geborgenheit und Unterstützung verbunden und kann bei länger dauernden Phasen von Frust, Stress oder Liebeskummer schnell in einen Kreislauf von immer höherem Konsum und Abhängigkeit führen.

Zum anderen sorgt der ständige Verzehr von stark gezuckerten Speisen dafür, dass sich unsere Geschmacksnerven so sehr an das Süße gewöhnen, dass alles, was weniger Zucker enthält, als nicht süß genug erlebt wird. Schon Obst nimmt der Gaumen dann als zu sauer wahr. Und so beginnt ein Teufelskreis, der einen immer größerem Bedarf nach Zucker auslöst: Isolierter, das heißt, nicht in Obst oder anderen naturbelassenen Lebensmitteln gebundener Zucker gelangt nach der Aufnahme sehr schnell ins Blut und erhöht dort den Zuckerspiegel erheblich. Die daraufhin in Gang gesetzte Bereitstellung des Hormons Insulin soll eigentlich unter anderem dafür sorgen, ein Gleichgewicht wiederherzustellen. Durch die zu plötzliche massive Insulin-Ausschüttung sinkt der Blutzucker-spiegel aber unter den ursprünglichen Wert, was beim Gehirn als Unterzuckerung ankommt und erneutes Ver¬langen nach Süßem auslöst.

Fließende Drift in die Sucht

Besonders bei Zucker sind die Grenzen zwischen normalem Konsum und einer Sucht fließend. Die in der Gesellschaft als normal angesehene Menge des Süßigkeitenverzehrs bewegt sich bereits in einem sehr bedenklichen Bereich, so dass der Verdacht auf eine Abhängigkeit oft erst spät ins Bewusstsein dringt. Meist wird die Süßigkeitensucht im Vergleich mit „den Anderen“ noch als nicht bedenklich eingeschätzt, zumal durch die permanente Verfügbarkeit von Zuckerhaltigem kaum Entzugserscheinungen entstehen. Außerdem spielt die Verdrängung, eines der typischen Merkmale für Suchtgeschehen, dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle. Oft wird erst bei Versuchen, den Konsum einzuschränken, zum Beispiel, weil man wegen Übergewicht abnehmen will oder muss, das Ausmaß der Abhängigkeit klar. Mit viel Willenskraft wird daraufhin versucht, der süßen Versuchung zu widerstehen, aber bei den meisten ist dieser Widerstand nur von kurzer Dauer. Die Abhängigkeit und damit Unfreiwilligkeit des Konsums ist oft so groß, dass viele einfach rückfällig werden. Ein Teufelskreis aus Scham über scheinbar mangelnde Willensstärke und neuen Anläufen mit noch mehr innerem Druck entsteht und endet nach mehreren missglückten Versuchen häufig in Verzweiflung oder Resignation.

Vermeidung des Suchtstoffes bringt keine Heilung

Beim Betrachten der größeren Zusammenhänge in der Suchtentwicklung wird schnell klar, dass allein das Bekämpfen der Symptome, das heißt, das Vermeiden des Suchtstoffes, keine Heilung bringen kann und zum Scheitern verurteilt ist.

In dem TV-Interview „Schluss mit der Sucht“ bei raum & zeit Studio Talk spricht der Heiler Amir Weiss, Gründer des Weiss-Instituts, über die tieferen Ursachen von Sucht. Sein Schluss: Durch die Schnelllebigkeit unserer Welt werden wir sehr leicht von unserem eigenen inneren Wesenskern getrennt, zum Beispiel durch übermäßigen Stress. Ohne Verbundenheit mit diesem Wesenskern können wir unsere wahre Bestimmung nicht leben und es entsteht ein Gefühl des Mangels. Beim Versuch, diesen zu kompensieren, wird häufig zu Suchtmitteln gegriffen, was besonders bei längerdauernden Phasen der Nichtverbundenheit zusätzlich zu ernsthaften Problemen führen kann. Alles, was wir denken, fühlen und tun, wird in unserem elektromagnetischen Feld, „Aura“ genannt, gespeichert und setzt sich dort als Mikrosignal ab. Solch ein elektromagnetisches Feld existiert um alles, was lebt; auch die Erde ist von solch einem Feld umgeben. Durch den Van-Allen-Gürtel begrenzt, speichert es wie ein Tonbandgerät alle Handlungen, Gedanken und Gefühle der Menschheit.

Jeder Tag ist neu und jeden Morgen bekommen wir eine neue Chance, unser Leben unserer Bestimmung entsprechend zu gestalten. Wenn wir aber durch viele ungünstige Wiederholungen, wie zum Beispiel dem ständigen Zuckerkonsum, bei Gefühlen des Mangels dieses Signal in der Aura verstärken, verselbständigt sich der Mechanismus und es wird immer schwieriger, diese Programmierung zu durchbrechen. Darin liegt der Kern der Gewohnheiten, die schnell zum Feind der neuen Chancen werden und uns immer wieder in alten Spuren festhalten können.

Arbeit an der Aura

Hier setzt die Weiss-Methode an, indem sie gezielt mit bioenergetischer Arbeit an der Aura den sich ewig wiederholenden Ablauf des Suchtkreislaufes unterbricht. In dem Interview berichtet Amir Weiss, der sich seit über 20 Jahren auf die Behandlung von Süchten spezialisiert hat, zusammen mit seinem Kollegen Oliver Günzler über den ganzheitlichen Ansatz und die Wirkung der Methode. Nach der Behandlung fühlen die Betroffenen entweder Gleichgültigkeit oder Ablehnung gegenüber dem vorher so sehr „gebrauchten“ Stoff. Die Behandlung ist schmerzfrei, funktioniert ohne Hypnose, wirkt sofort und wird als sehr angenehm erlebt. Die Erfahrung zeigt, dass viele Menschen anschließend ohne jegliche Anstrengung ihr überflüssiges Gewicht verloren haben. Im Vergleich zu der neugewonnenen Freiheit wird das aber von den Behandelten oft sogar nur als positiver Nebeneffekt erlebt. Wo vorher Süßigkeiten und die Sorge um Nachschub viel Aufmerksamkeit zwanghaft auf sich gezogen haben, entsteht nun eine spürbare Befreiung. Es wird als große Erleichterung erlebt, die Entscheidung selber fällen zu können und sich nicht mehr „ferngesteuert“ zu fühlen. Behandelte Personen berichten immer wieder von dem Gefühl, generell in Balance gebracht worden und wieder mehr in Kontakt mit ihrem inneren Wesenskern zu sein.

Aus dem Verständnis der größeren Zusammenhänge rund um Süchte und der ständigen Suche nach den tieferen Ursachen ist die Weiss-Methode entstanden, die mittlerweile in 10 Ländern angewendet wird und allein in den letzten sieben Jahren über 10.000 Menschen geholfen hat, sich auf einfache und dauerhafte Weise von ihren Süchten zu befreien. Die für Suchtbehandlungen erstaunliche Erfolgsrate von 82 Prozent nach einem Jahr spricht für die Herangehensweise, direkt an den Ursachen anzusetzen, anstatt die Symptome zu bekämpfen. Dadurch zeigt sich, dass Süchte kein unentrinnbares Schicksal sein müssen und es Hoffnung auf ein wieder selbstbestimmtes Leben mit mehr Lebensqualität gibt.

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